Den heutigen Tag können wir getrost unter totale Pleite verbuchen. Nach einem misslungenen Frühstück im Ryokan (Gesamtnote 4+), sollte der Tag heute voll im Zeichen des Fuji-san stehen. Dieser mächtige Vulkan-Berg, heiß-verehrtes Wahrzeichen Japans und Pilgerziel tausender Menschen jedes Jahr – hatte heute keine Lust. Neben anhaltendem Sprühregen, war der Fuji-san dauerhaft hinter einer dichten Nebelwand verborgen und wollte partout sein Gesicht nicht zeigen. Der Besuch im Fuji-Visitor-Center gestaltete sich als Massen-Touristenabfertigung, der es möglichst schnell zu entkommen galt.
In einem nahen Supermarkt konnten wir uns zumindest für die nächsten Tage mit etwas Anständigem zum Essen ausrüsten (endlich ein richtiges Frühstück!). Herrlich, endlich wieder mal Obst, Rosinenbrötchen, Muffins, Schokolade und Onigiris futtern. Jetzt konnte mich nichts mehr umhauen.
Unser nächstes Ziel waren die stinkenden Schwefelquellen auf dem Hakone-Berg. Dort wurden schwarze in Schwefelwasser getunkte Eier verkauft, die das Leben um sieben Jahre verlängern sollen. Ich habe lieber einen großen Bogen drum gemacht und denke, mir damit tatsächlich sieben Jahre meines Lebens erhalten zu haben.
Abschließend gab es noch eine enttäuschende Fahrt auf dem Ashi-See mit nicht vorhandenem Ausblick auf den Fuji-san, bevor wir in unser Hotel einkehrten. Erst zum Sonnenuntergang kam der Fuji-san endlich mit seiner Spitze hinter den dichten Nebelschwaden zum Vorschein und entlockte noch so manchen Bewunderer Ausrufe der Begeisterung.
Na gut, hier die Highlights als Fotos.
Grüße vom anderen Ende der Welt,
eure Sarah
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